Ausbildung SOZIALBETREUER|IN Familienarbeit


Fähigkeiten, die Sie erwerben

Wir bilden kompetente Fachkräfte für die Arbeit im sozialen Bereich aus.
Die Ausbildungsteilnehmenden werden befähigt, Menschen mit Behinderungen, alte Menschen, Kranke, Sterbende, Trauernde, vor allem aber Familiensysteme in verschiedenen, oft überfordernden Lebenssituationen ihren Bedürfnissen entsprechend zu begleiten und zu unterstützen. Die Ausbildung befähigt sie auch dazu, Menschen fachgerecht zu pflegen.

Der Ausbildungszweig Familienarbeit ist eine kombinierte Ausbildung auf Diplomniveau.
Der Schwerpunkt für soziale Arbeit in und mit Familien bzw. familienähnlichen Gemeinschaften gibt der Fachrichtung ihren Namen. In Kombination dazu werden die Lernenden aber auch für die Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung ausgebildet. Eine weitere, wichtige Berufsqualifikation ist die integrierte Pflegehilfe-Ausbildung.
 
Diplom-SozialbetreuerInnen für Familienarbeit verfügen über eine Querschnittsqualifikation in den Bereichen:

  • Kindererziehung
  • Altenbetreuung
  • Pflegehilfe
  • Haushaltsführung
  • Behindertenarbeit
  • Sozialarbeit
  • Sozialpädagogik
  • Lernhilfe

Abschluss der Ausbildung
Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist der Abschluss nur auf Diplomniveau möglich.
Der Abschluss des Ausbildungszweiges Familienarbeit beinhaltet

  • die Pflegeassistenz-Prüfung
  • die projektbezogene Fachprüfung in Behindertenarbeit (zu Beginn des 3. Ausbildungsjahres)
  • die schriftliche und mündliche Diplomprüfung am Ende des 3. Ausbildungsjahres

Einrichtungen, die auf Sie warten

Diplom-SozialbetreuerInnen der Fachrichtung Familienarbeit unterstützen und entlasten im mobilen Einsatz Familien und Einzelpersonen in besonderen und schwierigen Lebenslagen. Sie leisten praktische Hilfe vor Ort und halten so das gewohnte Familienleben und den Alltagsrhythmus aufrecht. Familienarbeit beinhaltet aber auch seelische Unterstützung für die Betroffenen und die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten. Aufgrund ihrer Mehrfachqualifikation können die SozialbetreuerInnen auf verschiedene Problemsituationen vor Ort flexibel reagieren.

Breite Qualifikation öffnet beruflich viele Türen!

Mögliche Arbeitsfelder sind:

  • familienentlastende Dienste
  • alle Wohnformen für Menschen mit Behinderungen
  • Alten- und Pflegeheime
  • Krankenhäuser
  • sozialpädagogische Einrichtungen für Kinder und Jugendliche


Voraussetzungen, die Sie brauchen

  • 17. Lebensjahr
  • Abschluss einer mittleren oder höheren Schule 
    oder abgeschlossene Berufsausbildung
  • Vorpraktikum im Ausmaß von mindestens 120 Stunden in der     Kinderbetreuung, Altenarbeit und/oder Behindertenarbeit
  • positives Aufnahmeverfahren
  • gesundheitliche Eignung und psychische Stabilität

 
Werte, die uns leiten

Wir legen besonderen Wert auf die ganzheitliche, personenzentrierte Begleitung und Unterstützung.
 
 Dieser Ansatz braucht Menschen mit Herz, Hand und Verstand.
 Dementsprechend ist auch unser Lernen und Lehren organisiert.
 
 Das bedeutet:

  • Wertorientierte Persönlichkeitsbildung
  • Enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die Ausbildung besteht etwa zur Hälfte aus Theorie und Praxis und ist so aufgebaut, dass der theoretische Unterricht und die praktische Ausbildung intensiv zusammenwirken.
  • Zusammenführen von ExpertInnen-Sicht und Betroffenen-Perspektive
  • Fundiertes theoretisches Wissen auf der Grundlage modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Schulung von Schlüsselqualifikationen wie Selbstorganisation, Teamfähigkeit, Konfliktbewältigung und Gesprächsführung
  • Erwachsenengerechtes Lernen auf der Basis von Methodenvielfalt, der Entwicklung von Kreativität sowie Eigenverantwortlichkeit

Verknüpfung von Theorie und Praxis
Während der Ausbildung wechseln mehrwöchige Unterrichtsblöcke mit mehrwöchigen Praktika. Im ersten und im dritten Ausbildungsjahr findet zudem jeweils ein Langzeitpraktikum parallel zum Unterricht statt.


Praktika, die Sie befähigen

Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen der theoretischen Ausbildung im Rahmen des Unterrichts und den Praktika kommt es zu einer intensiven Verknüpfung von Lehr- und Lerninhalten. Ziel der Praktika ist es, den Ausbildungsteilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, Arbeitsfelder in der Pflege und der Sozialbetreuung kennen zu lernen und Einblick in den beruflichen Alltag zu erhalten.

Überblick
Im Rahmen der Ausbildung für Diplom-SozialbetreuerInnen Fachrichtung Familienarbeit sind im Laufe der drei Jahre 11 unterschiedliche Praktika zu absolvieren.

Praktikum
1. und 2. Ausbildungsjahr
Stationäre Langzeitpflege 1 Pflegeassistenz 160 Stunden
Lernfamilien 160 Stunden
Akutpflege konservativ 160 Stunden
Akutpflege operativ 160 Stunden
Wohnangebote für Menschen mit Behinderung 1 160 Stunden
Stationäre Langzeitpflege 2 Pflegeassistenz 160 Stunden
Wohnangebote für Menschen mit Behinderung 2 120 Stunden
Extramurale Pflege 160 Stunden
Freizeit- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung 120 Stunden
Diplomjahr
Mobile Dienste 320 Stunden
Sozialpädagogische Einrichtungen 240 Stunden

Praxisbegleitung - Praxisanleitung - Praxisbesuch

Den Ausbildungsteilnehmenden werden Praxis-BegleitlehrerInnen zur Seite gestellt. Diese verstehen sich als Bindeglied zwischen der Schule und den Einrichtungen. Die Praxisbegleitung stellt sicher, dass die Auszubildenden während ihrer Praktika Lernvoraussetzungen vorfinden, die helfen, ihre persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen zu erweitern.